Mittwoch, 22. April 2009

Facebook Zitiat der woche

"A Finnish friend called me from the Autobahn and asked what our speed limit was. Boy, did I have good news for him."

wollt zwar erst ein screenshot machen, aber das datenschutzrechtliche unkenntlich machen wär dann doch viel zu umständlich gewesen.

Montag, 2. März 2009

100-30+4

Wenn das mal keine Traummaße sind. Aber es gibt sie wohl nur in Lappland. Bei 100C aus der Sauna raus in die -30C und dann ab ins 4C Wasserloch. Nur schade das sowas die Kameras nicht mitmachen...Aber Schlomo wollt und bekam den Kampf mit dem extrem. 2200km und ein Aussentemperaturunterschied von 35C (+ 5C in Helsinki bis zu den Killer -30C in Lappland) wurden in 5 Tagen bewältigt. Und nebenbei mindestens 3 Klimazonen. Alles nur um mal am Nordkapp ins Meer zu pinklen...













Aber erstmal in die Bücherrei und sich informieren!














Gut informiert begibts sich Schlomo hinters Steuer. Nur der Copilot scheint eher nicht so begeistert zu sein. Aber braucht schon nen Führerschein in Lappland...













Auf dem Weg zum Nordkapp besuchte man mal schnell den Weihnachtsman, der aber angestiftet durch die ganzen Boulevardmagazine für Fotos jede Menge Kohle haben will...














Auch wenn er sich sonst eher in anderen Währungen bezahlen lässt...














Nach der Entäuschenden Einsicht, das de Weihnachtsman neben einem Schnullerfetisch v.a. Geld machen will, konzentrieren sich die Crew auf eine Stundenlangen fahrt durch ein Gebiet, dass wohl eher keinen Preis für Abwechslung und Innovation erhalten würde.













Nur 25km vor der Norwegische Grenze wurde die Hütte schließlich doch erreicht.
Und Schlomo, müde vom ganzen fahren, konnte sich leider nicht am kochen beteiligen...













Neben heimischen Rentier wurde diesmal aber auch hiesige Kochmethoden ausprobiert.













Am näxten Tag gings dann ab zu eigentlich Ziel: die norwegischen Sandstrände. Und das Eis am Strand ist hier sogar umsonst!













Es ist zwar so kalt, dass sich nicht mal die Sonne aus ihren kuschligen Versteck traut, aber immerhin nich so überlaufen...So who needs Ibiza anywayy?













Schlomo hingegen träumt mal wieder vor sich hin. "Und da hört also die Welt auf. Fehlt eigentlich nur ein Restaurant..."














Aber Bier und Essen gibs ja auch in der Hütte...













Aber irgendwann gehts auch wieder zurück. Aber nicht ohne bei den Schneekönigen vorbeizuschaun. Aber wo sind die?













Ob sie in solche kuhlen Schlafmöglichkeiten heiße Dinge treiben?













Aber die haben wirklich alles hier was eine gute Burg braucht.













Aber irgendwann ist auch Schlomo reif für ein Bettchen, am besten eins mit Rädern, dass ihn sanft ihn seine Küstenheimat treibt...













Am Ende erfuhren wir auch ein Geheimnis des kosmopolitischen Wanderns in modernen Verkehrsmitteln. Es gibt ihn, den Temperaturlag. Helsinki -5C!? Shorts anyone?!

Sonntag, 1. März 2009

I'll be back!

Was Arnie kann, kann Schlomo schon lang. Und so trat er eine Heimreise an um zu sehen ob in Tomanien noch immer der Spirit of Wanderlust herrscht.

Also begab sich Schlomo auf Backpacking-erkundungtour.











Und traf alte bekannte.












Um wieder ein bischen reinzukommen, gähds ärschtmal nei die näxt bäschde Wärdschaft.










Aber der kulinarische Killer erwartete Schlomo in Erfurt. Makkaras, länger als Schlomo selbst. Mit der im Magen würde Schlomo nicht mehr so schnell umfallen...









Aber das hier soll kein reiner Spasstrip werden. Also auf zum CCC. Dem Hackerkongress Europas. Erstmal den Quoten- verschwörungs-theoretiker kritischen-Medienkonsument einpacken, der dann auch auf dem Weg zum Bahnhof so investigative Fragen stellt, wie: "Sag mal kostet das eigentlich Geld?".





Auf dem Weg dorthin schloss Schlomo aber schon mal Freundschaft mit Punks die auf der Flucht vor Nazis warn und durfte sich gleich mal mit ihrem Gießkannen-sangria stärken. Eigentlich praktisch, aber eine XTC-schubkarre wär vllt. noch besser...







Aber in Berlin gab es noch mehr herauszufinden. Z. B. dass man nur für pro Haken in der Garderobe zahlen muss und nich pro Stück.









Berlins geniale Kompromiss-lösung für Kosten-reduktion und Strassen-sicherheit...











Auch wenn die nicht immer ganz aufgeht...












Schlomo hingegen hat für sowas keine Augen und plant schon den näxten Trip...











Als man/frau/schlomo sich dann endlich der Konferenz widmetet, gab es Anleitungen fürs Leben (Bild 42 btw)...










Auszeichnungen...













Die Aufklärung der UFO-Existenz...

Aber bei einer Veranstaltung mit einer Männerquote von 80%, gings letzendlich doch nur um das eine...

Mittwoch, 19. November 2008

Life's a beach

Leben an Hafenstädten hatte schon immer diverse Vorteile. Man kam einfach hin, aber auch wieder weg. So war ein Zustrom an Menschen, Produkten und Ideen gesichert. So bauten wohl weder die Römer noch die Griechen aus Zufall ums Mittelmeer und die Ägypter von dort aus den Nil runter ihr Imperium. Das Finnland ein Teil Schweden und dann Russlands wurde hing lag auch daran dass es mal ne richtig schöne Küsten an der Ostsee hatte. Trotzdem schafft es Finnland nicht wie ander Staaten dadruch am Nabel der Zeit zu sein und vllt. selber kulturelle Impulse in die Welt zu senden ( wie soll dass auch gehn bei solchen Headlineren wie Stockholm, Leningrad, Revall und Riga), aber irgendwann landete auch hier die Flaschenpost des Pop. Somit konnte Schlomo Zeuge der Hippie-Bewegung werden, die eben auch nicht von fragwürdigen Meerinspiration lassen kann. Zwar musste erstmal den staunenden Finnen erklärt werden dass die Zahl auf dem Button 68 und nich 89 ist und man nicht den 19 Jahrestag des Mauerfalls feierte, sie so also mal wieder richtig spät dran warn, aber kollektiv verordneter Selbsvertrauens-mangel und die höchste Selbstmordrate der Welt kommen nicht von ungefähr (aber keine Angst sie haben die Lösung gefunden).




Also auf ins Getöse des Menschen-meeres und den zarten Wellen der freien Liebe entgegen. Den Vorteil der freien Liebe bekamm Schlomo schon bald zu spüren. Ja der würde Schlomo gerne seine Koje zeigen.





Doch Freiheit wird hier fundamental genommen. So gabs bald auch andere Interessenten die die Prinzipien kannten. Schlomo als unheilbares Opfer des Lookism kam darüber nich so schnell weg. DAS müssen Hippies akzeptieren!?! Tja kein Omlett ohne Eier zu zerschlagen wirtzelte die Polenconnection in der Warteschlange und Schlomo verstand plötzlich warum der Antichrist der Hippie Szene Lemmy ausschließlich mir Prostituieren verkehrte. Freie Auswahl, keine Gespräche über den Sinn des Lebens und man bezahlte mit dem Lohnsklaverei und nicht seinem ästhetischen Empfinden.

Selbst Niraj hatte nur noch verachtung für das, was diese Menschen aus der vermeintlich indischen Inspiration gemacht hatten? Soll das etwa Goa?





Komm wir gehn nach Goa! Also nix wie weg hier!







Für Schocks dieser Art haben die Finnen schon ihrer Wundermittel gefunden: Alkohol. Verwirrt und demoralisiert fragte sich Schlomo ob es denn wirklich keine Gruppe gibt die nicht tigerfeindlich, spassbremsend und ästhetisch fragwürdig ist? Und wo zur Hölle ist er? Aber die Frage konnte nicht mehr beantworten werden, denn Dunkelheit füllte die Umgebung. Irgendwann vernahm Schlomo ein seltsames Hämmern, aber sanfter als die Qualen die sonst maltretierte Eisenstäbe von sich geben...

Magisch angezogen folgt Schlomo dem Hämmern das sich immer mehr zu einem Brummen wandelt und sich in seiner steigende Lautstärke Melodie entlocken lies. Die Straße wird zum Wald und im Dickicht von Bäumen erscheinen Lichter, in allen Faben die noch fesselnder wirken. Es gibt Licht am Ende des Tunnels und zwar vieles davon in allen Farben. Die Musik hat sich zu einer sphärische Klang-untermalung gewandelt. Schlomo befindet sich nun auf einem Hügel auf dessen Spitze ein Pavillion steht, dem die Farben und die Musik zu verdanken sind. Um ihn herum bewegen sich Menschen mehr oder weniger rhytmisch und sie scheinen sich nonverbal zu verstehen, denn reden tun sie nicht. Sie fassen sich aber auch nich an oder betreiben sonstige sozial Interaktion (was Soziologen natürlich umgehen verneinen würden), sondern jeder scheint für sich alleine in dem Ozean bunter Klangsphären zu schwimmen, wie eine Meute unter Schock stehender Schiffinsassen auf hohem Meer nachdem ihr Kahn gekenntert ist. Zufrieden grinsend und mit sich im reinen, während sich gerade das warme Gefühl von den Beinen kommend ausbreitet. War das etwa Goa? Egal! Schlomo war im Himmel gestrandet! Und von hier treibt Schlomo nichts mehr weg. Es müsste schon eher zerren.



Freitag, 14. November 2008

Blank Generation

Lang lebe die Postmoderne. So gibt es eine RIESIGE Auswahl an Dingen die man tun kann. Oder auch nicht. Deswegen hat man bald allerdings irgendwie die Übersicht verloren. Damit das ganze nich in einer Zivilisationspanik ausartet, hilft das nur Peergroup suchen. Aber völlig ahnungslos in der komplexen Welt, gehört Schlomo einedeutig zur Blank Generation. Aber das ist halb so schlimm, denn so kann Schlomo:

"I belong to the blank generation and
I can take it or leave it each time
I belong to the blank generation but
I can take it or leave it each time"


Und weil Schlomo schlau und jung ist und dank dem Studium diverser Jugendkulturen weiß, dass es einige gibt und man die richtige nich so schnell findet, heißt es erstmal: austesten!

Same procedure: erstmal auschecken was hier alles geboten wird. Ein musikalischer Abend in einer Bar, warum nicht. Viele leute gehen in Bars, Bars gibts überall, das liegt bestimmt daran dass sie das Beste überhaupt sind!








Hmm. Bisher dachte Schlomo immer Platten wären aus so hartem, gerillten Plastik wie bei dem Typen der bei ihnen zu Untermiete wohnt. Allerdings sieht diese eher aus wie die Haut von Mochalöwe. Und das findet Schlomo irgendwie fragwürdig. Nicht, dass seine Artgenossen neben potenzsteigernden Chinesensuppen (naja fast, aber Capt. Mocha gab irgendwann doch mal zu das Tiger nur die metrosexuelle Variante wären, die der Meinung wäre ohne Bart, aber mit ordentlich Make-up wäre man viel attraktiver. Und außerdem machen Längsstreifen schlank. Das hätten sie jetz davon ...), jetz auch noch für die akkustische Beschallung Schlomos zukünftigen Jugendkultur herhalten müssen. Ne, so ein Oi! möchte Schlomo dann doch nicht sein. Ein bischen kritisches Bewußtsein muss schon her!

Also auf zu den Meistern kritischen Bewußtseins: Crustpunks!

Zum glück war ja ein Reclaim the Streets Festival, wo man nachdem man mutig Helsinkis unbefahrenste Straßen-kreuzung okupiert hatte, sich ganz dem Anti-faschis-tischen, Anti-rassis-tischen, Antisexistischen, Antihomphoben, Anti-antisemitischen, Antikapitalischen, Antiauthoritären, Antimilitatistischen und Anti-Atom Kampf für Anarchie, Frieden und bezahlbares veganges Fastfood widmen konnte. Komisch nur, dass die mehr gegen als für was sind. Aber wusste nicht schon Adorno, wenn man nur gegen was, und nicht für was ist, kann man wenigstens nicht aus falsche Pferd setzen? Nur, wo ist die Band? Und wer weiss aus was die ihre Musik machen? Veganen Tigerschallplatten?

Die Crustszene jedenfalls gibt sich nicht mit Kleinigkeiten zufrieden. Und in einer Szene wo selbst das Standard-inventar größer als Schlomo ist, sind die Karriere-chancen eventuell sehr begrenzt... Ausserdem muss man sich da viel zu viel merken. Ein Anti würde doch reichen...







Schlomo hat deswegen nun beschlossen einfach mal Anti-Crust zu sein. Aber jedes Anti, brauch auch ein Pro. Alte Ying Yang Weisheit. Aber was? Und schon flattere die(?) Lösung herein: ein kostenloses Festival! Is ja ganz schön hier. Nur mal warten wie die Bands so sind. Soll alles möglich sein, wird also schwer mit der Szene. Aber vllt. sollte Schlomo Pro-Vielfalt sein? Oder Pro-kostenloses-Festival? Vllt. ist es so toll das Pro-Festival schon reicht? Nachdem Schlomo sich durch den Banddschungel gehört hat, und sich durch 7€ günstiges Festival Essen gekämpft hat, hat er eine Lösung gefunden: Er ist Pro-kostenlos. So hält sich der Verlust in Grenzen. Ja Adorno, wir wissen... Sollte Schlomo nun den Pfad der Subkulturen verlassen ohne trautes Heim? Gibt es denn wirklich keine endgültigen Wahrheiten mehr? Langsam versteh Schlomo den Reiz von Religion, Verschwörungstheorien und Godwin's Law. Aber muss es das schon gewesen sein? Sich grungig in die Welt der Besserwisserei verabschieden ohne Klubs, Konzerte und Kotzen?

Den so schlecht ist das alles ja nicht....


Auch wenn man zum ordenlichen Abrocken immer noch hochgehalten werden muss...

Montag, 20. Oktober 2008

This is not the Finnish national anthem

But it should be.

Lang lebe die Prüderie

Finnland ist ja ein sehr protestantisches Land mit 83% Anteil, ist aber sonst sehr deutsch. Man hat Kirchensteuer, ne 2. Volkskirche(die Orthodoxe) rückläufigen Mitgliedszahlen und 2% Kirchgängern. Ist also nicht alles verloren. Trotzdem wirkt sich der Protestantismus wie üblich negativ aus und hat neben fragwürdigen Alkoholregelungen(kein Alkoholverkauf vor 9 und nach 9 in Supermärkten, keine Alkohol in den letzten 30min vor Schluss, Alkoholverkauf mit über 5% nur in staatlichen Alkoholläden, Alkoholsteuern...)
Aber neben der nur widerwillig aufgegebenen Prohibition, oder zunehmenden Raucherdiskriminierung, gibt es auch noch etwas was man sonst 100% protestantisch is. Das Feigenblatt. Nach dem die USA als freies Land ja schon immer den einen oder anderem Wahn durchgehen lassen, was auch grandioserweise in der Simpsons Folge Itchy&Scratchy&Marge dargestellt wurde (ab Minute 19, für all diejenigen hyperaktiven time-is-money freaks), ging auch der Protestantismus nich spurlos an Finnland vorbei.

Andereseits scheint sich Schlomo unterhalb eines Feigenblattes wohler zu fühlen als ohne.











Die Finnen sollten sich aber schon fragen ob bei Handgemengen gut gebauter Jünglingen mit einer großen starken Schlange sich sich an den Körpern entlang schlängelt das Feigenblatt dem ganzen wirklich die Sünde nimmt...







Immerhin fühlt man sich nachdem man durch den künstlerischen Sündenpfuhl gelaufen ist auf den Beichtstuhl-unibänken definitiv unwohl. Und sei es nur aufgrund protestantischer Handwerkskunst. Schlomo bekommt schon fast ein Hohlkreuz!