Wer bisher dachte Tomanien wäre das Land der Bürokratie der irrt. Weder Hartz4 noch das Auswandern aus der DDR
halten da mit. Eher schon die alten
Römer, die Finnen immerhin als erste erwähnten(grandioses Zitat gibts wenn ichs wieder gefunden hab). So ist schlangenstehen in bester britischer Manier angesagt. Ein Highlight ist das Bekommen eines Fahrscheins.

Dafür muss man sich erstmal im Magistrati (Össis sollten wissen was das is), bestätigen lassen, dass man hier wohnt. Dann bekommt man einen Zettel mit dem man eine Etage weiter sich einen größeren Zettel holen kann, für 3,70, der, weil größer, viel besser geeignet ist zur Bestätigung(dass es die Finnen mit Größe haben werdet ihr noch weiter unten sehen). Dann kann man zum Fahrtenamt sich eine Karte kaufen, die man anschließend im R-Kioski aufladen kann(die erste Ladung erfolgt glücklicherweise noch im Fahrkarten- haus). Sollte man allerdings nur die Hälfte zahlen wollen, muss man nur bestätigen dass man ein "Perminent Resident" ist. Dafür muss man nur zur Registration Office gehen, allerdings spätestens um 7, denn um 8 machts auf, um anschließend eine Nummer zu bekommen die einen berechtigt eine Nummer zu bekommen(wobei es die erste Nummer draußen gibt, die 2. drinnen). Diese Nummer berichtigt nach ca. 4h zum vereinbaren eines Termins. Dieser Termin(in ca. 3 Wochen, selbe Prozedur mit Nummmer für Nummer), sorgt dafür das man Berechtigt ist einen Termin auszumachen um überprüft zu werden ob man auch alles hat um ein Perminent zu werden(bei diesem Termin bringt man erstmal alles mit was man für nötig hält."Was braucht man denn?" "Was haben sie denn?" ). Beim anschließenden Termin(ca. 3 Wochen und nich schon beim letzten), bekommt man gesagt was gefehlt hat. Solbald man alles hat, wird einem bekannt gegen ob man überpüft wird. Und wenn, falls positiv hat man ca 1-2 Monate später seine Karte. Wenn das mal kein Service ist. 4-5 termine, und dabei wollte man doch nur eine Zettel. Tja in Finnland kümmert man wirklich um einen. Aber das ist erst der Anfang!

Ein weiteres Problem tat sich auf als Schlomo endlich an der Reihe war um ein Konto zu öffen. Vorsichtshalber alles mitgenommen, wurde im plötzlich klar warum es gut war sein Geburtsland zu verlassen. Als er nämlich seinen Pass zeigen sollte, konnte ihn der Sachbearbeiter nur ungläubig anschaun und gab ihn zu verstehen dass er so kein Konto aufmachen konnte. Der Pass sei schlicht und ergreifend: zu klein. Er steckt ja nichtmal in einem Buch. Sämtliche Erklärungsversuche wie, das it der deutsch Pass, man beachte die Aufschrift "Identity Card" halfen nichts. Kein Hardcover, kein Pass. Doch Schlomos dagegenhalten und stur sein hatte Erfolg: Er fragte nach. Eine halbe Stunde später die Rettung: Jemand hatte ihm die Augen geöffnet! Naja nicht ganz. Skeptisch gab er bekannt, man mache "eine Ausnahme". Er würde das ja nicht machen. Geben großmächtig damit an, Erfinder des
Buchdrucks zu sein und dann produzieren die wasserfeste Schülerausweise als Identitässymbol. Das schien überstanden. Doch das war erst der erste Schritt. Als Schlomo, ganz im finnischen Zeitgeist, Onlinebanking machen wollte, wurder er erneut auf die Probe gestellt. Er müsse die polizeiliche Registrierung vorweisen. Aber er sei doch schon registriert. Ja, aber nicht bei der Polizei. Die fragt einen zwar das gleiche, aber dafür kostet der Zettel 40€. Ob Schäubles
Zentrales Melderegister vllt. doch den Datenschutzverlust wert ist? Billiger wirds auf alle Fälle. Und stressfreier. So muss man sich bald nirgendwo mehr anmelden. Die Daten haben sie ja eh
schon. Aber nun ist Schlomo abgehärtet. Finne sein kann durchaus relaxend sein.

Hier bestätigt Schlomo dass er auch wirklich in dem Appartment wohnt für dass er den Schlüssel hat(erst dann gibts Internet).

Hier wartet Schlomo auf den mündlichen Test.

Und hier aufs Klo.
Jetz wissen wir auch was der Reiseführer meinte als er sagte, dass man in Finnland keine Angst vor Dränglern haben brauch. Versucht nur mal beim Bäcker mit der falschen Nummer einzukaufen. Dafür braucht ihr schon besonderes
Talent.