Zwar musste erstmal den staunenden Finnen erklärt werden dass die Zahl auf dem Button 68 und nich 89 ist und man nicht den 19 Jahrestag des Mauerfalls feierte, sie so also mal wieder richtig spät dran warn, aber kollektiv verordneter Selbsvertrauens-mangel und die höchste Selbstmordrate der Welt kommen nicht von ungefähr (aber keine Angst sie haben die Lösung gefunden).Also auf ins Getöse des Menschen-meeres und den zarten Wellen der freien Liebe entgegen. Den Vorteil der freien Liebe bekamm Schlomo schon bald zu spüren. Ja der würde Schlomo gerne seine Koje zeigen.
Doch Freiheit wird hier fundamental genommen. So gabs bald auch andere Interessenten die die Prinzipien kannten. Schlomo als unheilbares Opfer des Lookism kam darüber nich so schnell weg. DAS müssen Hippies akzeptieren!?! Tja kein Omlett ohne Eier zu zerschlagen wirtzelte die Polenconnection in der Warteschlange und Schlomo verstand plötzlich warum der Antichrist der Hippie Szene Lemmy ausschließlich mir Prostituieren verkehrte. Freie Auswahl, keine Gespräche über den Sinn des Lebens und man bezahlte mit dem Lohnsklaverei und nicht seinem ästhetischen Empfinden. 
Selbst Niraj hatte nur noch verachtung für das, was diese Menschen aus der vermeintlich indischen Inspiration gemacht hatten? Soll das etwa Goa?
Komm wir gehn nach Goa! Also nix wie weg hier!
Für Schocks dieser Art haben die Finnen schon ihrer Wundermittel gefunden: Alkohol. Verwirrt und demoralisiert fragte sich Schlomo ob es denn wirklich keine Gruppe gibt die nicht tigerfeindlich, spassbremsend und ästhetisch fragwürdig ist? Und wo zur Hölle ist er? Aber die Frage konnte nicht mehr beantworten werden, denn Dunkelheit füllte die Umgebung. Irgendwann vernahm Schlomo ein seltsames Hämmern, aber sanfter als die Qualen die sonst maltretierte Eisenstäbe von sich geben...
Magisch angezogen folgt Schlomo dem Hämmern das sich immer mehr zu einem Brummen wandelt und sich in seiner steigende Lautstärke Melodie entlocken lies. Die Straße wird zum Wald und im Dickicht von Bäumen erscheinen Lichter, in allen Faben die noch fesselnder wirken. Es gibt Licht am Ende des Tunnels und zwar vieles davon in allen Farben. Die Musik hat sich zu einer sphärische Klang-untermalung gewandelt. Schlomo befindet sich nun auf einem Hügel auf dessen Spitze ein Pavillion steht, dem die Farben und die Musik zu verdanken sind. Um ihn herum bewegen sich Menschen mehr oder weniger rhytmisch und sie scheinen sich nonverbal zu verstehen, denn reden tun sie nicht. Sie fassen sich aber auch nich an oder betreiben sonstige sozial Interaktion (was Soziologen natürlich umgehen verneinen würden), sondern jeder scheint für sich alleine in dem Ozean bunter Klangsphären zu schwimmen, wie eine Meute unter Schock stehender Schiffinsassen auf hohem Meer nachdem ihr Kahn gekenntert ist. Zufrieden grinsend und mit sich im reinen, während sich gerade das warme Gefühl von den Beinen kommend ausbreitet. War das etwa Goa? Egal! Schlomo war im Himmel gestrandet! Und von hier treibt Schlomo nichts mehr weg. Es müsste schon eher zerren.






